Wie die Sonne

ins Villgratental kam

Als die ersten Ansiedler ins Villgratental zogen, herrschte im Tale trostlose Dunkelheit, denn die Strahlen der Sonne fanden zufolge des dichten Urwaldes, der das ganze Gebiet beschattete, keinen Weg zum Erdboden.

Nun wollten sich die Leute doch zuerst einmal Sonne verschaffen, da sie aus Erfahrung wußten, daß ohne Licht und Wärme hier nichts gedeihen würde; außerdem froren sie erbärmlich. Die Bauern zogen nun mit ihren Gratten, also den Leiterwägen, hinaus in Richtung Sillian. Jeder hatte eine Truhe aufgeladen.

Unter Schloß Heinfels nahmen sie Aufstellung, öffneten die Truhen und ließen die Sonne fleißig hineinscheinen. Als diese unterging, machten sie die Truhendeckel zu und wanderten heimwärts. Andertags klappten sie die Deckel wieder auf, um die gefangenen Sonnenstrahlen herauszulassen, in der Hoffnung, diese würden nun ihr düsteres Tal erhellen und erwärmen - "…dazu hätten die Bauern aber viel Gratten gebraucht!" schloss ein altes Villgrater Weibele seine Erzählung.

Kollreider-Hofbauer, Maria/Kollreider, Franz (1994): Die schönsten Sagen Osttirols. Innsbruck: Antiquariat Gallus.

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